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„Rat geben und Trost spenden“

Pfarrer Konrad Rampelt wird am 23. Februar in den Ruhestand verabschiedet
Pfarrer Konrad Rampelt geht in den Ruhestand. Am Sonntag, 23. Februar, wird er im Gottesdienst in der Schlosskirche in Ernsthofen um 10 Uhr durch Propst Stephan Arras und Dekan Dr. Raimund Wirth verabschiedet. Darin wirken der Posaunenchor und der Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Ernsthofen mit. Es schließt sich ein Empfang im Gemeindehaus an.   
Im Herbst 2020, mitten in der Coronazeit, kam Konrad Rampelt nach Ernsthofen, wo er die halbe Pfarrstelle übernahm. Davor war er 27 Jahre lang Pfarrer in der Melanchthongemeinde in Griesheim. Im ländlichen Ernsthofen fühlte sich Konrad Rampelt gleich an seine Heimat Siebenbürgen erinnert, schnell kam er mit den Menschen in Kontakt. Gern feierte er hier die besonderen Geburtstagsgottesdienste für 70- und 80-Jährige, Gottesdienste zu Konfirmationsjubiläen oder Kerbgottesdienste. Viele Taufen und Trauungen hat er in Ernsthofen gehalten. Besonders die Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden will er nicht missen. In diesem Jahr sind es 17 Jungen und Mädchen. Anstelle des wöchentlichen Unterrichts gestaltete er mit ihnen einmal im Monat samstags einen Konfi-Tag. Konrad Rampelt lässt es sich nicht nehmen, auch wenn er dann schon im Ruhestand ist, am 25. Mai die Konfirmation selbst zu halten.  
Konrad Rampelt ist für seine zugewandte, kommunikative Art bekannt und beliebt. „Wir sind zum Gespräch, zur Kommunikation geboren“, sagt er in Anlehnung an ein Zitat des Reformators Philipp Melanchthon. Seine Überzeugung hat er in seinem Beruf stets gelebt: „Vermittlung von Glauben basierend auf Nähe und Kontakt“. Nicht nur in der Gemeindearbeit, auch auf Dekanatsebene engagierte sich der Sechsundsechzigjährige. Er war drei Wahlperioden lang Mitglied im Dekanatssynodalvorstand des früheren Dekanats Darmstadt-Land und wirkte hier bei der Stärkung des Dekanats als so genannte „Mittlere Ebene“ mit. In Siebenbürgen aufgewachsen studierte er zunächst in Rumänien evangelische Theologie und wurde 1986 in Hermannstadt ordiniert. Nach der Übersiedlung nach Deutschland übernahm er 1993 eine Pfarrstelle in der Melanchthongemeinde Griesheim. 2020 folgte der Umzug mit seiner Frau Maria, die seit 20 Jahren Rektorin an der Schillerschule in Griesheim ist, aus dem Pfarrhaus in ein eigenes Haus in Griesheim sowie der Stellenwechsel nach Ernsthofen. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Söhne. 
Konrad Rampelt hat sich stets in den Dienst der Menschen gestellt. Am wichtigsten war und ist ihm die Seelsorge: „Rat geben und Trost spenden“, wie er sagt. Auch ganz praktisch half der Theologe: Bereits 1996 rief er die Weihnachtsaktion „Kinder helfen Kindern“ in Griesheim ins Leben und brachte Päckchen für Kinder nach Siebenbürgen, wo er stets den Kontakt zu seiner Heimatgemeinde hielt. Ein weiteres Herzensprojekt in Griesheim war für ihn der Bau eines modernen Glockenturms für die Melanchthongemeinde mithilfe kreativer Spendenaktionen. In der Ökumene engagierte er sich und wirkte bei der Nacht der Kirchen in Griesheim mit, zudem organisierte er Feste und Konzerte. Seit 2021 ist er ehrenamtliches Magistratsmitglied der Stadt Griesheim und war davor vier Jahre lang ehrenamtlicher Schöffe am Landgericht. In seiner Freizeit spielt er gern Fußball, Akkordeon und Orgel und fährt leidenschaftlich gern Fahrrad. 





Info zum Prozess ekhn2030

Liebe Gemeinde,
wir möchten gerne ein paar Informationen zum Prozess ekhn2030 mit Ihnen teilen.
Die Gemeinden Ernsthofen, Modau, Ober-Ramstadt und die Waldensergemeinde Rohrbach-Wembach-Hahn bilden einen Nachbarschaftsraum. Für die Waldensergemeinde hieß es zuerst, dass sie am Prozess nicht teilnehmen müssen, aufgrund ihres besonderen Status der Waldensergemeinden.
Die Gemeinden Ernsthofen, Modau und Ober-Ramstadt trafen sich im Herbst letzten Jahres zu einer Klausurtagung im Kloster Höchst. Hier wurde eine Steuerungsgruppe aus den Kirchenvorständen der Gemeinden gebildet, die sich intensiv mit dem Prozess beschäftigt und dann ihren jeweiligen Kirchenvorstand mit einbezieht.
Da die Waldensergemeinde nun doch am Prozess teilnehmen muss, haben wir uns bei einem weiteren Klausurtag im März diesen Jahres getroffen. Die Mitglieder des Kirchenvorstandes der Waldensergemeinde gehören nun mit zur Steuerungsgruppe.
Im Sommer werden wir die Gemeindebüros zu einem gemeinsamen Büro zusammenlegen. Hierzu haben wir einen Kooperationsvertrag geschlossen. Das neue Büro wird in Ober-Ramstadt seinen Sitz haben. Alle Sekretärinnen werden mit Ihrer aktuellen Stundenzahl in das neue Büro umziehen und weiterhin für ihre jeweilige Gemeinde zuständig sein.
Der Nachbarschaftsraum Ober-Ramstadt hat sich noch nicht auf eine der drei möglichen Rechtsformen festgelegt.
Arbeitsgemeinschaft
Die Gemeinden bleiben eigenständig und haben ihren eigenen Kirchenvorstand. Es gibt ein gemeinsames Gremium für den Nachbarschaftsraum für die weitreichenden Themen, die es zu entscheiden gibt.
Gesamtkirchengemeinde
Es gibt einen gemeinsamen Kirchenvorstand für den Nachbarschaftsbereich. In jeder Kirchengemeinde gibt es jeweils einen Ortskirchenbeirat für die eigenständigen Themen der Gemeinde.
Fusion
Die Gemeinden im Nachbarschaftsraum vereinigen sich zu einer Gemeinde mit einem Kirchenvorstand.
Die ekhn wird auch darüber entscheiden, welche Gebäude sie in Zukunft noch bezuschussen kann.
Der Nachbarschaftsraum Ober-Ramstadt wird dann noch 2,5 Pfarrstellen plus die Pfarrstelle Waldenser zur Verfügung haben.
Herzliche Grüße vom Kirchenvorstand



Konzertreihe 2024 in der Schloßkirche
Eröffnet wird die neue Konzertreihe mit einer veritablen Ouverture, dem Streichsextett, mit dem die Oper Cappriccio von Richard Strauss beginnt. Dieses singuläre Kammermusikwerk des späten Richard Strauss, komponiert in einer ganz dunklen Zeit, beschwört die Vision einer nie dagewesenen idealen Vergangenheit. Musik als geistige Heimat. 

Aufgeteilt in zwei Streichtrios spielen die Musikerinnen dann das Gesamtwerk von Franz Schubert für diese Besetzung - und noch ein wenig mehr: Denn der in Darmstadt und den USA lebende Komponist Peter Gilbert hat zwei Fragmente Schuberts weitergeschrieben, so dass es jetzt ein komplettes zweites Streichtrio von Schubert gibt. 

Beim Hauptwerk dieses Konzerts hat sich Johannes Brahms, wie auch bei einigen weiteren seiner schönsten Werke, direkt von Natureindrücken inspirieren lassen. In dem, zu großen Teilen in seinem Sommerquartier in Lichtental bei Baden-Baden 

entstandenem zweiten Streichsextett, wird dies durch strenge Kompositionsarbeit hör- und fühlbar. Musik als Sublimierung der Natur.

 Konzert der Reihe mit dem Titel „Barockes Kaleidoskop“, präsentiert vom Graupner Consort.

Zwei "Vollprofis" der historischen Aufführungspraxis, die in der Niederländischen Barockszene groß gewordene Flötistin Daja Leevke Hinrichs und der Lautenist Silas Bischoff von der Schola Cantorum Basel, bilden das Graupner Consort, zusammen mit drei Musikern die sich neben ihrer Tätigkeit im Staatsorchester Darmstadt schon seit langem intensiv mit der Interpretation alter Musik befassen. 

Musiziert wird auf Original-Instrumenten der Zeit bzw. Kopien davon: Die Traversflöte ist die Vorgängerin der Querflöte, besteht aber aus Holz und hat keine Klappen. Die Streichinstrumente sind identisch im Korpus, aber Hals, Steg und Stimmstock sind filigraner als bei modernen Instrumenten, da die Darmsaiten weniger Druck erzeugen. Die Violone ist allerdings ein anderes Instrument, als der moderne Kontrabass und gehört eigentlich zur Familie der Gamben. Die Theorbe ist eine große Laute mit Basssaiten und ist nach der Barockzeit nicht mehr gebräuchlich gewesen.

Das vielfarbige Programm beinhaltet Werke der Darmstädter Hofkapellmeister Carl Briegel und dem Namensgeber des Consorts, Christoph Graupner, und Stücke, deren Manuskripte in der Darmstädter Bibliothek liegen, sowie Werke der drei "Superstars" Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi. Musik als Lebenselexir.

Sonntagskonzert in der Schlosskirche Ernsthofen "Herbst des Lebens"

„Die Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach ist die strengste und konsequenteste Verdichtung dessen, was Bach sein ganzes Leben lang verfolgt hat. Sie ist ein Alterswerk und eine Art Spielerei mit dem Kontrapunk- wenn man so möchte: musikalische Mathematik. Bis heute wird gestaunt und gerätselt über das Das Hauptprodukt dieser letzten Lebensphase des Meisters.

Das Streichquartett No. 21 in D-Dur aus dem Jahr 1789 ist eines der letzten Mozarts. Er selbst nannte es eine „mühsame Arbeit“ – wohl wegen der allzu belastenden privaten, insbesondere prekären finanziellen Entstehungsumstände, die ihn zwangen, die Partituren vorschnell und allzu billig zu verkaufen. Er widmete es dem Cello spielenden Friedrich Wilhelm II., erhielt jedoch keine Entlohnung von diesem. 

Das Streichquartett Nr. 15 in G-Dur aus dem Sommer 1826 ist die Summe aus allen Klang- und Formexperimenten, die Franz Schubert ab 1824 in seinen großen, sogenannten „späten“ Werken niedergelegt hatte. Es ist eine radikale, trostlose Auseinandersetzung mit dem Thema Dur und Moll, Leben und Tod, Mensch und Gott.




Schätze in der Nachbarschaft entdecken
Mit den Nachbargemeinden Modau, Rohrbach-Wembach-Hahn und dem Kirchspiel Ernsthofen wird die Ober-Ramstädter Kirchengemeinde die Zusammenarbeit verstärken. Ein wunderbarer Anlass, die Schätze der Nachbargemeinden genauer zu entdecken. In drei kurzen Videos stellen sich die Gemeinden vor.
Kirchenvorsteher Helge Dillmann hat die drei Nachbargemeinden besucht und mit der Kamera festgehalten, was er dort entdecken konnte.
Pfarrer Joachim Fuchs und Kirchenmusiker Finn Krug erzählen, warum es im Eingangsportal der Modauer Kirche so viele Einkerbungen gibt und was das besondere der Modauer Orgel ist.
Pfarrer Christoph Lubotta gibt Einblicke in die spannende Geschichte und besondere Tradition der Waldensergemeinden Rohrbach-Wembach-Hahn.
Und die Kirchenvorsteherinnen Annette Lantelme und Sabine Siemers zeigen das "Schmuckstück" des Kirchspiels Ernsthofen: Die Schlosskirche.
(Text und Bild HP Ober-Ramstadt AsW)

Die Links zu den drei YoutubeVideos sind:
Modau: https://www.youtube.com/watch?v=oyF2QOA0oyo
Rohrbach: https://www.youtube.com/watch?v=z9nFlZgoInM
Ernsthofen: https://www.youtube.com/watch?v=GAQAlgHsNvE
Ober-Ramstadt Kirche & Musik: https://youtu.be/47cHlvQ-lWI
Ober-Ramstadt Familienzentrum: https://youtu.be/v7b6T7fYZDo




Ein Ausblick 
Liebe Kirchengemeinde, sicher haben Sie in den vergangenen Monaten schon mal den Begriff ,EKHN 2030‘ gehört. 
Was es damit auf sich hat und welche Veränderungen in der Zukunft anstehen, darüber wurden die Kirchenvorstände in diesem Jahr in Mitteilungen, Informationsveranstaltungen und Treffen mit den Verantwortlichen im Dekanat vertraut gemacht. 
EKHN 2030 steht für einen Prozess, eine Umstrukturierung der Kirchengemeinden im Dekanat Darmstadt Stadt und Land. Das Jahr 2030 ist noch lange hin, aber die Zeit vergeht schnell, und für umfassende Veränderungen ist ein längerer Anlauf nötig. Was bedeutet das konkret? Die Kirchengemeinden im gesamten Dekanat werden sich zusammenschließen zu neu zu organisierenden Nachbarschaftsräumen. Sie kennen das schon von der engen Zusammenarbeit mit den Gemeinden in unserer Nachbarschaft, Modau und Rohrbach, Wembach Hahn sowie Ober-Ramstadt. Wir unterstützen uns gegenseitig bei gemeinsamen Veranstaltungen wie dem Weltgebetstag oder der Sommerkirche. In den neu zu bildenden Nachbarschaftsräumen wird es zu weiterer Zusammenarbeit kommen, vor allem in der gemeinsamen Verwaltung . Für Sie als Gemeindemitglieder wird es bedeuten, dass sich neue Türen auf tun werden zu Gottesdiensten und Veranstaltungen in der Nachbarschaft , wir werden uns in unseren Schwerpunkten ergänzen und anderes kennenlernen. Nicht mehr nur begrenzt auf unsere eigne kleine, feine Kirchengemeinde werden wir über den Tellerrand schauen und Neuem begegnen. Wagen Sie mit uns den Schritt und schauen sich um in den Nachbargemeinden, lesen Sie deren Homepage und besuchen vielleicht auch mal einen Gottesdienst in Modau oder Ober-Ramstadt und seien Sie gemeinsam mit uns neugierig auf Veränderungen. 
Im Verlauf des nächsten Jahres werden wir Sie über alles Wissenswerte im Prozess Ekhn 2030 regelmäßig informieren. 
Es grüßt Sie herzlich Ihr Kirchenvorstand in Ernsthofen 





Sieben Jahrzehnte Evangelischer Kirchenchor Ernsthofen
Der Kirchenchor des Kirchspiels Ernsthofen feiert in diesem Jahr seinen siebzigsten Geburtstag. Dieses Jubiläum ist Anlass genug, dem Werdegang und dem Auftrag des Chores Aufmerksamkeit zu schenken.
1952 wurde der Kirchenchor von dem damaligen Pfarrer Friedrich von der Au offiziell gegründet; erste vorsichtige Chorgesänge waren auch schon im Weihnachtsgottesdienst 1951 zu hören. Acht Jahre später übernahm dann Pfarrer Günther Wittersheim die Leitung des Chores für drei Jahre. 1963 gab dieser den „Taktstock“ weiter in die Hände von Heinrich Schwerer, der den Chor über vier Jahrzehnte prägte und ein tragendes Fundament für die kirchenmusikalische Arbeit im Kirchspiel Ernsthofen legte. Auf dieser gründlichen Vorarbeit konnte Burkhard Stetter weiterbauen, der seit September 2005 versucht, die Stimmen der Sängerinnen und Sänger zu einem schönen Chorklang zusammen zu fügen.
An den großen Feiertagen des Kirchenjahres darf der Gesang des Kirchenchores im Gottesdienst nicht fehlen. Aber auch in diversen Jubiläumsgottesdiensten sind die Stimmen der Sangesfreudigen zu hören. So kommen im Laufe eines Jahres schon einmal über zehn Einsätze des Kirchenchores zustande. Dabei ist es immer sein Anliegen, die Gemeindeglieder mit dem mehrstimmigen Gesang zu erfreuen, den Gottesdienst musikalisch zu bereichern und Gott damit zu ehren. Diese Absicht wird auch weiterhin der Anspruch und der Antrieb der Sängerinnen, Sänger und ihres Chorleiters bleiben. Musik ist die Sprache der Seele und für einen evangelischen Kirchenchor zusätzlich ein Ausdruck von christlichem Glauben. Wenn das durch jeden gesungenen Ton hörbar ist – egal zu welchem Anlass er vernommen wird – dann hat der Chor seine Aufgabe erfüllt.
Allerdings sind die einschränkenden Regelungen im Zusammenhang der Coronavirusinfektionen in den vergangenen zweieinhalb Jahren nicht spurlos an der Chorarbeit vorübergegangen – was leider auch ein angemessenes Jubiläumskonzert verhindert hat. Teilweise durfte gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen geprobt und gesungen werden. Und diese Unsicherheiten halten leider auch weiterhin an. Zusätzlich haben sich einige Chormitglieder alters- und gesundheitsbedingt oder aus persönlichen Gründen aus der Chorgemeinschaft zurück gezogen. Sie werden schmerzlich vermisst. Die Lücken in den Reihen der Sängerinnen und Sänger sollen aber schnell wieder geschlossen werden. (Burkhard Stetter)


Gemeinsam Kirche in Stadt und Land 
Evangelisches Dekanat Darmstadt bildet sich am 1. Januar 2022 neu
Das Evangelische Dekanat Darmstadt bildet sich am 1. Januar 2022 mit der Fusion der benachbarten Dekanate Darmstadt-Land und Darmstadt-Stadt neu. Damit entsteht eine neue kirchliche Organisationsstruktur auf regionaler Ebene. Dem neuen Dekanat gehören nun 38 Kirchengemeinden an, in denen rund 81.000 evangelische Christinnen und Christen leben. Der Namenszusatz „Gemeinsam Kirche in Stadt und Land“ verdeutlicht, dass sich das Dekanat räumlich über die Stadt Darmstadt und Teile des Landkreises Darmstadt-Dieburg erstreckt. Neben den Kirchengemeinden der Stadt Darmstadt gehören zum Dekanat diejenigen in Erzhausen, Griesheim, Modautal, Mühltal, Ober-Ramstadt, Pfungstadt, Roßdorf und Weiterstadt. 
Insgesamt gehören damit 38 Kirchengemeinden zu dem neuen Dekanat, dem zweitgrößten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Jede Gemeinde hat ihre eigene Tradition und ihr eigenes Profil und kooperiert auch mit benachbarten Gemeinden. Die Gemeinden entsenden Mitglieder in die neue Synode, die sich am 28. Januar 2022 konstituieren und den neuen Dekanatssynodalvorstand (DSV), dessen Vorsitzende(n) sowie eine/n neuen Dekan/in und eine/n neue/n stellvertretende/n Dekan/in – beide hauptamtlich - wählen wird. Bis Ende April 2022 werden Dekan Arno Allmann und Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse kommissarisch ihre Leitungsämter wahrnehmen.
Der Sitz des neuen Dekanats wird vorerst noch an zwei Standorten sein: Dekanatsleitung, Verwaltung, Fach- und Profilstellen, Notfallseelsorge und die Mitarbeitenden-Vertretung des früheren Dekanats Darmstadt-Stadt ziehen im Februar in ein Interim in der Heidelberger Straße 44. Leitung, Verwaltung und Fach- und Profilstellen des früheren Dekanats Darmstadt-Land bleiben weiterhin an ihrem Sitz im Dekanatszentrum in Ober-Ramstadt. 2023 werden beide dann den gemeinsamen Sitz in der Kiesstraße 14, der bis dahin saniert wird, beziehen. Das Offene Haus in der Rheinstraße 31 bleibt im Besitz des Dekanats und wird weiter Veranstaltungs- und Begegnungsort sein. Auch der ökumenische Kirchenladen und das Café Luis bleiben dort. In den ersten Stock zieht das regionale Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg mit seinen Beratungsangeboten ein. 
„Im Vordergrund unserer Arbeit im Fusionsprozess stand immer unser Auftrag als Kirche, für die Menschen in ihren Glaubens- und Lebensfragen da zu sein und mit ihnen das Evangelium zu kommunizieren“, sagt Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, „in neuen Strukturen wollen wir mit zukunftsweisenden Konzeptionen gemeinsam kirchliches Leben in Stadt und Land gestalten.“ Dekan Arno Allmann sagt: „Die vielen engagierten Menschen in unseren Gemeinden und Einrichtungen bringen ihren reichen Erfahrungsschatz und ihre Kompetenzen nun im neuen großen Dekanat zusammen ein.“ 
Das Dekanat nimmt regionale Aufgaben wahr und unterstützt die Kirchengemeinden in ihrer Arbeit. Beim Dekanat angesiedelt sind zudem spezielle Seelsorgebereiche wie die Klinik-, Hospiz-, Alten-, Telefon-, Notfall-, Trauerseelsorge sowie die Seelsorge an und mit Menschen mit Beeinträchtigungen, weiterhin das Stadtjugendpfarramt, Bildungsarbeit und Stadtakademie, die Kirchenmusik, der Gemeindepädagogische Dienst und die Offene Kinder- und Jugendarbeit, die Öffentlichkeitsarbeit, die Arbeitsfelder Mission, Ökumene und Interreligiöses Gespräch, Gesellschaftliche Verantwortung und Integration sowie die Kulturarbeit an der Stadtkirche und die Citykirchen-Arbeit im Kirchenladen. Zudem gibt es die Bauabteilung, die Dekanatsträgerschaft Kindertagesstätten und zwei Familienzentren. Getragen wird die Arbeit der Evangelischen Kirche im Dekanat von rund 70 Pfarrerinnen und Pfarrern, vielen haupt- und nebenamtlich Mitarbeitenden sowie einer sehr großen Zahl an ehrenamtlich Engagierten. 
Im Dekanat ist die evangelische Kirche als Akteurin auf der Ebene von Stadt und Landkreis erkennbar: als Gegenüber, Gesprächspartnerin und Kooperationspartnerin von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, von anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften, der Diakonie sowie weiterer Organisationen und Institutionen in Stadt und Land. 
In einem Prozess der tiefgreifenden Strukturveränderung und Neuordnung sind in der EKHN in mehreren Schritten aus 67 jetzt 25 Dekanate geworden, wenn zum Jahreswechsel die drei Dekanate Darmstadt (aus Darmstadt-Land und Darmstadt-Stadt), Gießener Land (aus Grünberg, Hungen und Kirchberg) und An der Lahn (als Runkel und Weilburg) sich zusammenschließen.
Detaillierte Informationen unter: dekanat-darmstadt.de (https://dekanat-darmstadt.de)
(Malin Thierolf-Jöckel, Dekanat)


Vorstellung Pfarrer Konrad Rampelt 
Liebe Gemeinde,
mein Name ist Konrad Rampelt. Seit 35 Jahren bin ich Pfarrer. 5 Jahre in Siebenbürgen in Rumänien. 1 ½ Jahre waren wir in der Fränkischen Schweiz in Bayern nach der Auswanderung. Ich bin verheiratet. Meine Frau Maria leitet eine große Grundschule mit über 400 Schülern in Griesheim. Unsere beiden erwachsenen Söhne Konrad und Christoph leben in Köln. 
27 Jahre war ich Pfarrer in Griesheim in der Melanchthongemeinde. In der Vergangenheit kann ich das kaum aussprechen. Ich hatte nicht die Absicht die Pfarrstelle zu wechseln. 2020 das Jahr der absoluten Veränderung zog mich aber in seinen Bann. Corona, gesundheitliche Probleme, und das Finden eines neuen Heimes in Griesheim ließen mich die Pfarrstelle wechseln. 
Am 27. September feierten wir in Griesheim in der Hegelsberghalle unter den heutigen besonderen Auflagen meinen Abschied. Schön festlich, liebevoll und würdigend. Es spielten das Akkordeonensemble, die Siebenbürger Musikanten, das Wundermädchen Lisa Hennige am Flügel und die Organistin Gudrun Wiediger. Musik ist für mich sehr wichtig. Musik ist wie Religion, sie schaffen beide, im guten Fall, Resonanzen der Herzen. Verbinden mit Gott und den Menschen. Für all das Mitwirken, der würdigenden Redner und der bezaubernden Musiker bin ich allen sehr dankbar. 
Mein Nostalgiekonto des Glaubens ist gut gefüllt, meine süßen und schönen Erinnerungen fühlen sich gut an. In Griesheim habe ich meine geistliche Heimat gefunden. 
Nun bin ich hier in Ernsthofen, hatte meinen ersten Gottesdienst mit ihnen, hatte bereits eine Trauerfeier und durfte eine Taufe hier mit ihnen feiern. Eine Trauung ist auch in Aussicht hier. In Griesheim sind 5 andere für 2021 geplant. 
Ich freue mich hier bei ihnen zu sein. Bin dankbar von den Verantwortlichen angenommen und aufgenommen worden. Das freut mich und ich danke Ihnen dafür. So möchte ich, so Gott will und ich lebe, meine geistliche Heimat hier mit ihnen in Ernsthofen erweitern. 
Unten beim Eingang zum Gemeindezentrum, von der Kirche aus gesehen, habe ich bereits ein paar Maronen, Esskastanien eingesammelt, die wir zum Teil verzehrt haben. Die Birnen hier in Ernsthofen schmecken hervorragend. 
Vertrauen der Verantwortlichen, schöne Maronen, süße Birnen, so kommt man auf den Geschmack von Ernsthofen. 

Uns allen wünsche ich eine gute und gesegnete Zeit. 
Ihr Konrad Rampelt, Pfarrer 


Abschied der Pfarrerin
Ganz herzlichen Dank
für eine wunderbar unkomplizierte, fröhliche Zusammenarbeit
in Kirchenvorstand und Mitarbeiterkreis und darüber hinaus,
für alles Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde,
für mentale und tatkräftige Unterstützung,
für Verständnis und Trost, wenn ich an meine Grenzen kam,
für geteiltes Leid und geteilte Freude,
für wundervolle Wellness-Geschenke
und jedes kleine Dankeschön.
Es war mir eine Freude, Pfarrerin im Kirchspiel Ernsthofen zu sein!
Bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Gaby Heckmann-Fuchs



Neuwahl im KV-Vorsitz
Am Sonntag, 27.10.2019 wurde Gerd Quenzer aus der Arbeit des Vorsitzenden verabschiedet.
Um die ersparte Zeit zur Regeneration zu nutzen, hat er einen Wanderkalender und einen Gutschein für den dazugehörigen Proviant erhalten.
Am gleichen Tag konnten wir eine Doppelspitze in den Dienst einführen: 
Annette Lantelme ist die neue Vorsitzende des Kirchenvorstands mit Blick auf die Verwaltungsarbeit und 
Sabine Siemers führt zukünftig das Personalressort und ist für die Mitarbeiter zuständig.



Aktion 5000 Brote
Die Konfirmanden im Kirchspiel Ernsthofen beteiligten sich erstmals an der Aktion von "Brot für die Welt" zugunsten der Ausbildungsförderung von Jugendlichen in Indien, El Salvador und Äthiopien. Unser Projektpartner war die Backstube Reimund aus Brandau. Direkt am Erntedanksonntag, dem 7.10.2018, emfing uns Jürgen Reimund morgens um 7.30 Uhr in der Backstube. 28 Brote haben die fleißigen Konfis vorm Gottesdienst gebacken. Diese wurden dann nach dem Erntedankgottesdienst gegen eine freiwillige Spende abgegeben. Dabei kamen 221.-€ zusammen. Die Backstube Reimund hat danach noch eine ganze Woche lang Brote zugunsten der Aktion "5000 Brote" verkauft, so dass wir 496.-€ an Brot für die Welt überweisen konnten. Wir danken allen Käufern! Vor allem bedanken wir uns herzlich bei Jürgen Reimund für sein Engagement!
Der Erlös für den Weltladen Darmstadt betruf daneben stolze 317,95€.
Und die Kollekte des Gottesdienstes betrug 407,55€ für Brot für die Welt.
Allen großzügigen Spendern an diesem Tag ein herzliches Dankeschön!!!


Ordinationsjubiläum
Man soll die Feste feiern, wie sie fallen? Vielleicht gerade in der derzeitigen angespannten Lage (Kirchensanierung, Pfarrstellenkürzung) umso wertvoller!
 
Am 12.09.2018 überraschte der Kirchenvorstand seine Pfarrerin mit einer kleinen Feier zu Ihrem 25jährigen Ordinationsjubiläum.
Gabriele Heckmann-Fuchs war in der Versöhnungsgemeinde in Rüsselsheim als Pfarrvikarin tätig. In dieser Gemeinde hat sie am 12.09.1993 ihre Ordination empfangen.
Am 01.08.1995 ging sie zusammen mit ihrem Mann in den Teildienstauftrag in die Kirchengemeinde Selzen-Hahnheim-Köngernheim im Dekanat Oppenheim.
Ab 01.09.2001 nach ihrer Elternzeit trat Frau Heckmann-Fuchs zusammen mit ihrem Mann die Teildienststelle im Kirchspiel Ernsthofen an. 2008 bekam sie einen ganzen Dienstvertrag in unserem Kirchspiel und war ab 2010 alleinige Pfarrerin in unserer Gemeinde.
Für die nächsten Jahre wünschen wir eine weiterhin gute Zusammenarbeit, Gesundheit, Kraft und Gottes Segen bei allen Herausforderungen die wir zu bewältigen haben. (Annette Lantelme)
 

Wasserschaden in der Kirche
Am 6. März 2018 hätte ich Gummistiefel gebraucht beim Betreten des Chorraums der Kirche. Die Wasseruhr in der Sakristei war geplatzt und Sakristei sowie Chorraum der frisch renovierten Kirche standen unter Wasser. Umgehend wurde eine Sanierungsfirma beauftragt, um den Schaden zu begrenzen. Anhand von Probebohrungen fand man leider heraus, dass die Mineraldämmung im Chorrraum durchfeuchtet ist. Darüber hinaus ist der Boden im Kirchenschiff, der vorwiegend aus Sand besteht, klischnass und muss definitiv ausgestauscht werden.
Das heißt: Wir sanieren nach dem Renovieren! Ab Dezember wird die Kirche wieder geschlossen und der Gottesdienst ins Gemeindehaus verlagert. Lediglich die Gottesdienste am 24.12. und am 31.12. werden aus Platzgründen in der Festhalle Ernsthofen stattfinden. Bis Mitte Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Wir dürfen also darauf hoffen, die Konfirmation wieder in der Kirche zu feiern. Die komplette Maßnahme wird von der Versicherung finanziert.


Baustelle Pfarrstelle
Nach der schriftlichen Bestätigung der Pfarrstellenkürzung zum 01.01.2020 um 50% hat der Kirchenvorstand sich an die Arbeit gemacht, die Pfarrstelle neu zu konzipieren. Was ist uns wichtig? Was soll Teil der pastoralen Arbeit bleiben und was kann wegfallen oder umstrukturiert werden? Wir wollen das nicht erst kurz vor der Neubemessung machen, sondern lieber langfristig, wohl überlegt und mit Ruhe.
Wir wollen nicht nur reduzieren, sondern auch reformieren.
Und wir fangen mit dem Umbau schon 2018 an:

Der Seniorenkreis "Montagsklub" wird umgebaut in ein Gemeindecafé. Zunächst einmal im Quartal öffnet das Gemeindehaus sonntags nachmittags zwischen 15.00 und 17.00 Uhr seine Türen für Kaffee-und Teeliebhaber aller Alterstklassen. Dazu gibt es selbst gebackenen Kuchen oder auch mal Waffeln.
Die Termine entnehmen Sie dem Gemeindebrief und dem Modautaler.
 
Die Friedhofsandachten entfallen, da sie zuletzt sehr schlechte Resonanz hatten. Der Verstorbenen wird am Ewigkeitssonntag und an Silvester in der Kirche gedacht. Dazu erhalten alle Angehörigen eine schriftliche Einladung.
 
Doch auch Neues wird auf den Weg gebracht
 
Ab Februar 2018 erproben wir ein neues Gottesdienstformat, den "Gottesdienst eXtra", der zugunsten der Langschläfer erst um 11 Uhr beginnt, auf moderne Lieder und Liebbegleitung setzt und statt der üblichen Predigt auf einen alternativen Verkündigungsteil. In Zukunft soll der Gottesdienst auch einen festen Platz im Kirchenjahr erhalten: den 5. Sonntag im Monat. Er wird also etwa viermal im Jahr stattfinden.


Lasst die Kirche im Dorf!
"Lasst die Kirche im Dorf! Keine halben Sachen auf dem Land!"
Unter diesem Motto protestierte der Kirchenvorstand Ernsthofen gegen die Pläne unseres Dekanats, die Pfarrstelle Ernsthofen zu 1.1.2020 zu halbieren.
Leider hat unser Protest die Verantwortlichen nicht zum Umdenken bewegt. Der offizielle Kürzungsbeschluss ist uns inzwischen zugegangen...
"Lasst die Kirche im Dorf! Keine halben Sachen auf dem Land!"
Unter diesem Motto protestierte der Kirchenvorstand Ernsthofen gegen die Pläne unseres Dekanats, die Pfarrstelle Ernsthofen zu 1.1.2020 zu halbieren.
Leider hat unser Protest die Verantwortlichen nicht zum Umdenken bewegt. Der offizielle Kürzungsbeschluss ist uns inzwischen zugegangen...
 
Protestbrief.pdf 
PDF-Dokument [74.3 KB] 
Lesen Sie daneben den Artikel im Darmstädter Echo vom 29. März 2017!
http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/ober-ramstadt-modautal/protestanten-wehren-sich-gegen-halbierung-ihrer-pfarrstelle-in-ernsthofen_17782952.htm
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